Passion

Art: Astrid Reger

 

Unter Passion (v. lat.: patiri, „erdulden, erleiden“; passio, „das Leiden“) versteht man im Christentum zuvorderst den Leidensweg Jesu Christi, d.h. sein Leiden und Sterben inklusive der Kreuzigung durch die Römer in Jerusalem.

Wikipedia

 

Ich durchlebe gerade meine ganz eigene Passion – nur die Kreuzigung ist bis dato ausgeblieben (Ironie). Ich lebe noch und ich fühle noch. Ich fühle mich gedemütigt, herabgesetzt, entwürdigt. Ich laufe mit gesenktem Kopf durch die Straßen (wo zum Teufel ist mein Selbstbewusstsein geblieben?) und wälze den halben Tag unangenehme Gedanken. Es schwirren täglich neue Fragen durch meinen Kopf, aber es ist niemand da der sie mir beantwortet. Ich fühle mich hilflos, ohnmächtig und krank, aber niemand kann mir helfen oder auch nur sagen, was mir helfen könnte. War ich schon immer so? Nein. Es gab ein Leben davor und es wird auch hoffentlich ein Leben danach geben. Vorher war ich selbstbewusst, hatte meinen eigenen Kopf, habe mir von niemanden etwas diktieren lassen – manchmal war ich in den Augen anderer auch rücksichtslos und arrogant. Ich habe gelebt und getan was mir Spaß macht. Ich habe mein Gegenstück nicht gesucht. Er hat mich gefunden und hat mein Leben gründlich auf den Kopf gestellt. Er hat mir das Gefühl gegeben fliegen zu können – so hoch wie ich es mir nie erträumt hätte – und er hat mich letztendlich fallen gelassen. Ich bin so tief gefallen wie in meinem ganzen Leben noch nicht. Nein, ich bin schon lange kein Teenager mehr. Ich habe durchaus schon einiges erlebt. Geburt, Scheidung, Tod – alles was aus psychologischer Sicht von Relevanz ist und einschneidene Erlebnisse darstellt. Ich habe alles durch. Nichts davon hat mich in eine solche Krise gestürzt wie die, die ich derzeit erlebe und durchlebe. Ja, ich leide. Und ich leide nicht im stillen Kämmerlein, wie vielleicht viele meinen leiden zu müssen, sondern ich leide öffentlich und offensichtlich. Viele können das vielleicht nicht verstehen, aber manche können es bestimmt nachvollziehen. Ich werde hoffentlich auch irgendwann an den Punkt kommen an dem ich sagen kann, dass es überstanden ist – dass ich fertig damit bin und endlich wieder ich selbst bin und wieder ich selbst sein kann. Aber an dem Punkt bin ich noch lange nicht.

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