Willenlos

Art: Astrid Engelbrecht

 

Was ist mit meinem Willen los, machst meinen Willen willenlos… Diese Zeilen aus dem Song Hungriges Herz von Mia gehen mir heute nicht aus dem Kopf. Wer das Lied kennt, weiß genau was ich meine.

Da ist auch noch ein anderes Lied – dessen Titel ich nicht mal kenne – aber Mia ist heute dominant. Mein Kopf ist voll von Gedanken und Erinnerungen. Erinnerungen an ihn und an Orte, an denen wir gemeinsam waren. Ich sehe die Menschen, sehe uns und was um uns herum passiert. Die Erinnerungen sprudeln wie eine Quelle, die niemals versiegen will und drehen sich wie ein buntes Kaleidoskop in meinem Kopf. Ich möchte schreien! Stop – ich will daran nicht denken und ich will mich nicht erinnern; aber so sehr ich auch versuche meine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken, es klappt einfach nicht. Selbst wenn ich mit ganz anderen Dingen beschäftigt bin, werde ich die Gedanken und Erinnerungen einfach nicht los. Ich will diese Gedanken nicht – also muss es mein Unterbewusstsein sein. Was macht dieses Unterbewusstsein mit mir? Warum zwingt es mir immer wieder diese Gedanken auf und lässt mich nicht in Frieden?

Ich wünschte, mein Hirn wäre wie die Festplatte eines Computers, die man mal eben löschen kann und neu formatieren kann. Alles wieder jungfräulich und bereit mit neuen Daten voll gepackt zu werden. Aber mein Hirn ist keine Festplatte und mein Unterbewusstsein lässt sich nicht ausschalten und so werde ich weiter mit meinen Erinnerungen leben müssen.

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