Gestern Nacht bei Domian

Originalpostkarte: © Amnesty International

 

Ich bekenne mich schuldig, nachts gern mal Domian auf WDR zu schauen – sofern ich um 1:00 Uhr noch wach bin. Anbei sei erwähnt, dass ich seit der Trennung von meinem Ex-Göttergatten an Schlafstörungen leide und meist nur mit laufender Glotze einschlafen kann. Gestern Nacht hatte es mich schon niedergemäht als die Sendung anfing, aber dann war ich doch schlagartig wieder wach. Ein junger Mann berichtete grad völlig aufgelöst von seiner Beziehung – respektive Ex-Beziehung – deren Ende gerade stattgefunden hatte. Seine Freundin hatte ihn ziemlich abrupt verlassen und der Typ war dementsprechend ziemlich fertig. Aber damit nicht genug, stand der nächste Lover schon parat. Sprich: Seine Ex-Liebste hatte offensichtlich schon beizeiten für Ersatz gesorgt! Da saß der arme Tropf nun – fatalerweise auch noch in der Wohnung direkt über der seiner Ex – und musste mit anhören, wie seine Verflossene von einem Anderen gevögelt wurde. Ziemlich unschön und eine Vorstellung die vermutlich niemanden behagen würde. Es folgten die üblichen Fragen: Ob es keine Vorzeichen gegeben hätte etc., aber der junge Mann verneinte. Es sei alles wie immer gewesen, sie hätten am Wochenende (zwei Tage vor der Trennung) auch noch Sex gehabt und auf Nachfrage bestätigte er, dass auch der Sex so (gut) wie immer gewesen sei. Mich hat das Ganze mit kleinen Abstrichen – zB der desolaten Wohnsituation – sehr an meine eigene Trennung (respektive den Arschtritt, den man mir erteilt hat) erinnert. Dementsprechend aufmerksam habe ich die Unterhaltung dann auch verfolgt. Interessant fand ich Domians Meinung, dass es so etwas normalerweise gar nicht geben würde und die junge Frau die Trennung sicher schon langfristig vorbereitet hatte – wofür ja auch der, scheinbar plötzlich aus dem Nirwana aufgetauchte, neue Lover sprechen würde. Solche Theorien oder Meinungen habe ich bis dato immer weit von mir geschoben, weil es mir einfach unglaublich erschien. Hmm – vielleicht ist es doch nicht so unglaublich??? Da frage ich mich doch jetzt mit Recht, was das für (Un-)Menschen sind, die so tun als sei alles in bester Ordnung, während sie längst an dem Abschuss herumfeilen – die noch kaltschnäuzig mit ihrem Partner ins Bett gehen, während der nächste schon in den Startlöchern steht. Sorry – aber sowas ist für mich wirklich fast unglaublich. Fazit: Solche Möglichkeiten sind in punkto Vertrauen aufbauen nicht gerade förderlich – da kann man den Glauben an die Menschheit echt verlieren.

Domian hatte übrigens auch noch einen guten Tipp für den jungen Mann parat. Primär natürlich eine neue Wohnung suchen – aber auch zornig werden, weil Zorn gegen den Schmerz hilft. Aber woher nehmen, wenn er sich nicht von selbst einstellt? Bin dankbar für jeden gutgemeinten Tipp ;-)

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19 Kommentare

  1. @Anette – willkommen im Club! Das ist mir selbst mit meiner damaligen Verlobten passiert. Und später auch noch ein paarmal. Ich denke diese Art der Trennung ist bei Partnern (die zusammen wohnen) sehr verbreitet, weil es ermöglicht sozusagen von gemachtem Nest zu gemachten Nest zu hüpfen, ohne den Umweg Geld für eine eigene Wohnung zu verschwenden!. Überhaupt ist ein Trend dahin zu erkennen. Es gibt nämlich noch einen weiteren Vorteil. Stellt sich während der "Fremdgeh-Zeit" (ich wüsste jetzt kein besseres und zutreffenderes Wort) heraus, dass der neue Aspirant auf die Vaterrolle auch nur mit Wasser kocht, kann man ja schön den nächsten suchen. So lange bis es passt. Man hat ja zuhause noch so ein Notnagel-Dööfchen hocken, dem schon meterlange Hörner wachsen! Jaja..ich weiss. Ich und meine Ansichten von Frauen.. Aber wenn so was in den meisten selbsterlebten Beziehungen passiert, kann sich schon mal die Sicht auf Menschen von rosarot in tiefgrau ändern.. ;-)

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  2. Welchen Club meinst du? Der Club der Verarschten? Oder der der Gutgläubigen??? Okay … ist ja im Endeffekt auch egal, weil es eh fast auf das Gleiche herauskommt. Ja ja … du und die Frauen. Ich weiß ja nicht, was das für Damen waren, aber ich distanziere mich entschieden von solchen Frauen und glaube solche auch nicht zu kennen. Emotional Insuffiziente – respektive Minderbemittelte – scheint es wohl an allen Fronten zu geben! Interessant finde ich in dem Zusammenhang noch, dass vor ein paar Wochen eine junge Frau mit einem ähnlichen ‚Problem‘ (wie der junge Mann oben) in besagter Sendung anrief und – für meine Begriffe – ziemlich rigide abgewürgt wurde. Okay … die Sendezeit war in dem Moment vorbei, aber es wurde auch keine weitere Hilfe (wie in anderen Fällen) angeboten. Soll(t)en Frauen letztendlich mit solchen Problemen besser umgehen können als Männer???

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  3. @Anette – der Verlassene leidet immer mehr, als der der ihn verlässt. das kommt daher,, dass derjenige welcher verläßt sich ja schon mental abgenabelt hat, während der andere noch glaubt in einer harmonischen Beziehung zu stecken. Und je intensiver die Liebe, umso grösser das Leiden hinterher. Das kann Wochen, Monate, ja sogar Jahre dauern. Und wenn ich deine Gefühls-"Rückschläge" sehe, scheint auch bei dir der Prozess noch anzudauern… Davor sind leider nur die gefeit, die Ihr Herz nicht für Gefühle öffnen. Manchmal wünschte man sich, man könnte es für immer verschliessen!!

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  4. Bravo Anette, jetzt bist du endlich wütend!! Das meine ich natürlich nicht böse!Und auch: Willkommen im Club! Jawohl…im Club der Verarschten, der Gutgläubigen!! Einen Tipp kann man/frau nicht geben.Man/frau könnte Rache üben etc. , ist aber doch alles nur Kinderkack….oh….Verzeihung….Baby A A…Abschliessen mit dem " Thema" ist das einzige, was hilft. Und den Rest der Welt näher anzusehen…mit Licht!!!Ich drück dich!!

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  5. @ Doc: Verschließen ist gut. Soweit war ich vor ein paar Jahren auch schon mal … aber blöderweise habe ich den Schlüssel dann doch aus der Hand gegeben. Ein Entschluss – sofern man i.d.Z. wirklich von Entschluss reden kann, weil ja nicht willentlich und rational entschlossen – den ich zwar nicht bereue, aber für den ich mehr als bitter bezahlt habe. Und ja … du hast Recht … ich bin noch lang nicht fertig damit.@Tina: Wenn ich wütend bin – respektive, wenn es so aussieht als ob – dann handelt es sich lediglich um Momentaufnahmen. Ich bin wohl doch zu renitent um an das Böse im Menschen zu glauben und hoffe insgeheim noch immer auf den Tag, an dem man(n) es mir erklären wird.P.S. Den Rest der Welt sehe ich durchaus … aber ich seh grad keine MÄNNER!

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  6. ah was soll ich jetzt sagen? ich hab die kommentare vor über ner Stunde hier geschriebn. aber wenn ich mir das noch mal durchles, denk ich, weil du fragst, was das denn für (Un-)Menschen sind,

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  7. @Anette – auch wenn Du das eigentlich Tina geschrieben hattest. Aber rechnest Du wirklich mit einer Erklärung? Das ist zwar das, was jeder erwartet. Zum einen, um eventuell sein eigenes Verhalten in der Vergangenheit der Beziehung zu überdenken, damit solche "Fehler" in der Zukunft mit anderen vermieden werden können, zum anderen damit man überhaupt "Irgendetwas" hat, und nicht monatelang nach dem Fehler grübelt. Dies gehört zum seelischen aufarbeiten einer gescheitereten Beziehung durchaus dazu. Viele Expartner interessiert der Seelenzustand des anderen nach der Trennung aber leider überhaupt nicht. Viele Menschen können sich tatsächlich umdrehen, sagen: "das war’s" und du bist von einer Sekunde auf die andere aus dem Herzen getilgt. Deshalb rechne lieber nicht mit einer Erklärung. Dein Ex wird da fürchte ich gar keinen Handlungsbedarf sehen. Schliesslich geht es ihm ja nicht dreckig….Deshalb gehöre ich auch selber lieber zu denen, die Schluß machen, als zu denen, die hinterher wie die Deppen da stehen…

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  8. @ Harry: Aaah … okay … jetzt weiß ich wenigstens auf wen sich das bezieht. So oder so … was ’sie‘ tun – egal ob willenlos oder nicht – ist ja nicht unbedingt der Punkt, sondern die Art wie sie es tun um so zum Unmenschen (deftige und verletzende Kraftausdrücke spar ich mir an dieser Stelle) zu mutieren.@ Doc: Ich habe ehrlichgesagt keine Ahnung wie es ihm geht und jeder halbwegs rational denkende Mensch würde wahrscheinlich sagen, dass mir das auch scheißegal sein sollte. Mag sein, dass du Recht hast und ich rechne auch nicht wirklich mit einer Erkärung. Das heißt aber nicht, dass man nicht trotzdem drauf hoffen kann. Ich weiß ja nicht wie es dir geht, aber wenn du abgeschossen wirst – oder, wie du es so blumig formuliert hast, von einem Moment zum nächsten aus dem Herzen eines Anderen getilgt wirst – dann möchtest du doch sicher auch (zumindest) wissen warum … oder?

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  9. @Anette – ja, das erwarte ich schon alleine aus Respekt vor meiner Person. Auch wenn sich das ein bisschen affektiert anhört. Aber wenn man Bett und Seele teilt, denke ich gehört das als letzte Anstandsgeste dazu. Da aber sehr viele Beziehungen in Hass auseinandergehen, kannst Du das eigentlich vergessen. Da denkt jeder nur noch an seinen eigenen Vorteil. Oder es wird mit irgendwelchen Wischi-Waschi-Erklärungen a la: "ich muss erst mal zu mir selber finden" abgehakt…

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  10. @ Doc: Respekt ist ein gutes Stichwort und hat in meinen Augen nix mit Affektiertheit zu tun. Respekt voreinander ist eine der Grundvoraussetzungen, wenn man eine Beziehung eingeht … ergo sollte man ihn auch nicht missen lassen, wenn man auseinander geht. Ob viele Beziehungen im Hass auseinandergehen weiß ich nicht, weil ich es nie erlebt habe. Vielleicht liegt es einfach auch nur jenseits meiner Vorstellungskraft, dass mich ein Mann, der vorgibt mich zu lieben, plötzlich hassen könnte – und da bliebe natürlich auch die Frage nach dem warum. Man hasst nicht ohne Grund. Nee … ich denke, in vielen Fällen ist es eher Gleichgültigkeit. Aber auch bei aller Gleichgültigkeit sollte man zumindest noch Respekt vor den Gefühlen des Anderen haben und fair handeln.

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  11. Die Frage, nach dem wie oder warum, wird wohl in solchen Fällen nie beantwortet werden können. Tatsache ist aber, das man den Schmerz durchleben muss, weil man selbst keine andere Möglichkeit hat und eine weitere Tatsache ist, das selbst dieser große Schmerz eines Tages zuende ist, und man erkennt, dass das Leben wieder lebenswert ist! Es ist kein Trost für den so Verlassenen, dass weiß ich, aber er/sie kann sich sicher sein, dass man eines Tages dem Menschen begegnet, der es Wert ist, das man ihn liebt!LG!

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  12. hallo Annette, tja – ich schließe mich da eher Rolfs Meinung an. Der Schmerz ist groß und Du wirst lernen müssendamit umzugehen. Es hört sich nicht leicht an und ich weiß das es extrem schwer ist. Das Problem daran ist – dass immer der Verlassene der Idiot schlechthin ist, weil er/sei entweder nicht bemerkt hat oder nichts bemerken wollte. Ist ja auch in vielen Fällen einfacher. Das mit dem gegeseitigen Respekt ist auch so eine Sache. Was soll man respektieren oder akzeptieren wenn der Schmerz dich für lange Zeit auf die Bretter haut und Du nicht weißt ob Du noch in der gleichen Welt lebst wie vorher. Im großen und Ganzen wird Dir auch wenn Du das jetzt nicht hören willst – gar nichts helfen. Ich habe mal vor Urzeiten ein Gedicht darüber geschrieben, ich setze es mal ein , vielleicht siehst Du ja Parallelen; denn eigentlich immer kommt die Trennung "plötzlich und unerwartet". Und Du stehst da und kannst nicht glauben was geschieht. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen und hoffe das es Dir bald viel, viel besser geht.Ganz herzliche Grüße Evelyn

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  13. @Rolf und Evelyn: Ich danke euch für eure Kommentare … auch wenn ich eure Meinungen nur eingeschränkt teilen kann. Dir Rof möchte ich gern sagen, dass die Frage nach dem warum durchaus beantwortet werden könnte … und zwar von dem, an den die Frage gerichtet wird, respektive ist. Fakt ist, dass es in meinem ‚Fall‘ augenscheinlich weniger die Frage ist, ob man(n) die Frage nach dem warum beantworten kann, sondern eher die Tatsache, dass man offensichtlich nicht antworten will und das ist für mich durchaus ein Unterschied. Ich finde auch nicht, dass manche Menschen weniger wert sind geliebt zu werden als andere – jeder Mensch ist wert geliebt zu werden zumindest irgendwann einmal im Leben.Evelyn … dein Gedicht würde ich schon gern lesen, wenn du mir sagst wo ich es finden kann. Dann kann ich dir auch sagen, ob ich etwaige Parallelen sehe ;-) Ich weiß, dass ich durch diese Sch**** im Prinzip (allein) durch muss, aber ich weiß auch, dass mir durchaus etwas helfen könnte – nämlich Antworten auf meine Fragen. Der Schmerz würde dadurch vermutlich nicht weniger werden, aber ich würde dann wenigstens nicht mehr in Ungewissheit leben und das wäre schon einmal ein guter Anfang.

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  14. Auch das Beenden einer ehe(ähn-)lichen Beziehung soll mit statistisch belegbar geschlechtsspezifischen Unterschieden ablaufen: demnach beenden mehr Frauen eine Beziehung spontan entnervt, sozusagen Knall auf Fall – aus Sicht der Männer! Trotzdem unterhalten bei weitem mehr Männer Nebenbeziehungen bei gleichzeitigem Aufrechterhalten der körperlichen Nahkontakte, denn sie sehen eher keinen Grund, ihre ‚Mutti‘ und ihr kuscheliges Heim zu verlassen, solange sie keinen Terror macht. Eigentlich reden sie nur noch weniger …Das lasse ich mal so stehen – ich hab’s ja nicht erfunden, aber es scheint nach allem, was ich so gesehen habe, nicht unwahr zu sein: Frauen warten, bis sie einen Zustand nicht mehr länger ertragen, und dann verschwinden sie, Männer warten lieber, bis frau geht, nachdem sie sie zunehmend schlecht behandelt haben. Solange sie letzteres nicht tun, sind sie mit ein bißchen Polygamie ziemlich zufrieden und warten einfach ab – außer die Nebenfrau macht Druck. Dann kann es spannend werden, denn Druck mögen sie nun mal nicht und die Ergebnisse können überraschen. Während Frauen es notwendig finden, emotionale Hochleistungen zu begründen, um Verständnis zu wecken oder Verzeihen zu signalisieren, bekommt man Erklärungen von einem Mann schon während einer zufriedenstellenden Beziehung selten freiwillig. Wenn man nach einer Trennung Begründungen verlangt, bestätigt man damit in manchen Fällen erst recht, weshalb es soviel bequemer war, das Spannungsfeld komplett zu räumen: sie macht einfach zuviel Stress. Deswegen stellt man(n) sich am liebsten tot. Das hat meiner Meinung nach mit Mangel an Respekt weniger zu tun, als mit einem Mangel an Rückgrat – erst wenn ein solches Gespräch doch zustande kommt, zeigt sich, ob genug Respekt voreinander da ist, um Schuldzuweisungen in Grenzen zu halten und auf das Unschuldsmonopol zu verzichten. Es gehören immer zwei dazu, die zusammenkommen oder sich trennen – jeder Dritte ist nur ein Katalysator.So – da war noch was. Achja der Sex währenddessen. Unsereins ist kein völlig monogames Wesen, so aufrichtig darf man schon sein. Manchmal ist es sinnvoll zu vergleichen – weshalb ich auch nie begreifen werde, wieso Jungfräulichkeit bis zur Eheschließung einer glücklichen Partnerschaft förderlich sein soll, es sei denn, jemand hat überhaupt keine Geschmacks- bzw. Geruchsnerven und hat das Glück, an einen Partner zu geraten, dem es an sexualpsychologischen Besonderheiten völlig mangelt – was ich bezweifle … – äh ja, nicht abschweifen: Sex ist nicht das Wichtigste an einer Paarbeziehung, auch nicht das Entscheidenste, aber in meinen Augen etwas mit jedem Partner Einmaliges, Vertrautes, von dem das Abschiednehmen entweder aus og. Gründen besonders leicht oder besonder schwer fallen kann – wie aus einer Wohnung auszuziehen etwa. Mir hat mein Erstmann mal gesagt, ich sei für ihn der bestmögliche Kompromiss von allem. Das hat den Charme der Ehrlichkeit, aber ist eben ganz klar temporär."Sie tun, was sie wollen" habe ich weiter unten gelesen, und gerade das scheint der Punkt, weshalb Trennungen oft erst nach einigen Parallel-Erfahrungen vollzogen werden: sie wissen eben nicht genau, was sie wollen, oder wollen solange wie möglich so viel wie möglich mit sowenig Unannehmlichkeiten wie möglich – und der Verlierer ist derjenige, der wußte, was er wollte, aber dem das entzogen wurde. Aber würde dir denn tatsächlich helfen, wenn dir jemand sagt, was an dir für diese spezielle Person nicht mehr paßt? könntest du ertragen, daß jemand das, was dich ausmacht, infrage stellt? würdest du dich dann ändern können / wollen? oder brauchst du eine reale Begründung, unter den gestellten Anforderungen um deinetwillen selbst ablehnen zu können?Boah. Ich habe fertig erstmal. Bin total aus der Übung. LG ^^

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  15. @ Puzzle: Das nennst du ‚aus der Übung‘? Würde eher sagen, du bist immer noch gut in Form … wenn nicht sogar in Hochform ;-))Okay … jetzt verstehe ich auch die kleine Anspielung auf die Fremdgeher … aber das nur am Rande, weil sie eh nicht eigentlicher (Diskussions-)Gegenstand sind. Ich denke, dass du mit deiner Darstellung ziemlich richtig liegst – auch wenn man es sicher nicht immer verallgemeinern kann, weil auch Trennungen so individuell sind wie die vorangegangenen Beziehungen. Ich denke, das Kernproblem ist und bleibt, dass einer der Beziehungspartner meist ein größeres Bedürfnis nach Kommunikation hat als der andere und genaus das, von dem der lieber schweigt, als Stress deklariert wird. In der Regel sind das wohl wirklich wir Frauen, die das größere Bedürfnis haben, respektive eher eine Notwendigkeit sehen zu reden. Aber auch das ist ja nichts Neues.Ich würde mich generell nicht dahingehend verändern wollen, dass ich mich für einen Mann total verbiegen würde. Dann wäre ich nicht mehr ich selbst und es würde meinem Naturell widersprechen. Ich setze jetzt einfach mal voraus, dass mich ein Mann um meiner selbst willen liebt – wenn er mich den liebt. Aber dass mich ein Mann aus dem gleichen Grund dann plötzlich nicht mehr liebt, macht für mich keinen Sinn … und da fängt die Ursachenforschung an. Wenn es tatsächlich so ist, dass ich mich im Laufe einer Beziehung dermaßen verändere und damit für meinen Partner unerträglich werde, da möchte ich das schon gern wissen. Wenn der Andere dann schweigt und sich nicht einmal ein ‚Ich liebe dich nicht mehr, weil du dich so verändert hast, oder… ‚ abringen kann, so ist das nicht grad förderlich. Weder für das eigene Ego noch für die Zukunft. Was an Wahrheit ich im Endeffekt ertragen kann oder muss, kann ich im Vorfeld nicht sagen. Ich weiß auch nicht, ob ich würde ablehnen wollen oder können. Okay … ich konnte es schon einmal, aber ich kann es nicht pauschalisieren, weil keine Beziehung wie die andere ist – emotional gesehen. Es würde mir aber vielleicht helfen abzuschließen – und damit wäre ich schon eine ganzen Schritt weiter.P.S. Ich habe das Thema Sex als Trennungsgrund bewusst ausgeklammert. Ob man im Bett harmoniert, weiß man ja ziemlich schnell und an einer Beziehung, in der es absolut nicht passt – respektive die beiderseitigen Bedürfnisse nicht befriedigt werden können – würde ich garantiert nicht festhalten – ich eigne mich nicht als Fremdgängerin und möchte meinerseits auch nicht betrogen werden, weil man(n) meint sich anderswo holen zu müssen, was er bei mir vermisst.

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