(Sende-)Pause

Samstagmittag

 

Es ist wohl inzwischen unübersehbar, dass ich mich mehr als eine Woche ziemlich rar gemacht habe. Nicht, weil ich mal wieder den Rückzug brauchte, sondern einfach, weil viel passiert ist. Vielleicht werde ich mich noch längere Zeit rar machen, aber nicht, weil ich nichts mehr zu sagen habe, sondern weil mir Grad die Zeit und Muse fehlt und andere Dinge jetzt erst einmal wichtiger sind. Auf bald…

 

Wind des Lebens

Ich bin nur ein Segelboot
auf dem Meer des Lebens.

Wie alle anderen
bin ich den Naturgewalten ausgeliefert.
Meine Aufgabe besteht darin,
mich dem Wind
und den Wellen
hinzugeben.

Nicht immer ist es angebracht,
das Ruder,
das Steuer
selbst in die Hand zu nehmen.

Manchmal ist es angebracht,
gelassen auf dem Wasser zu schaukeln,
die Sonne zu genießen,
Salz zu atmen
und sich vom Wellenschaum
umspülen zu lassen.

Manchmal ist es angebracht,
einfach nichts zu tun.

Manchmal ist es angebracht,
abzuwarten,
bis sich eine neue Briese erhebt
und wieder ins Segel bläst.

Manchmal ist es angebracht,
das Kämpfen aufzugeben
und stattdessen
zu vertrauen.

Manchmal ist es angebracht,
die Schaukelphasen,
in denen das Leben scheinbar still steht,
einfach nur zu genießen.
Es sind die Zeiten,
in denen dir das Leben eine Pause gönnt.

Viel schneller als du denkst,
pfeift dir der Wind wieder um die Ohren.

Dann kannst du die Segel setzen,
an den Leinen zurren,
dich gegen Wind und Wellen stemmen,
die Richtung vorgeben
und neue Ufer ansteuern.

Ich bin nur ein Segelboot
auf dem Meer des Lebens.

© Silke Kühn

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28 Kommentare

  1. Ihr seid so süß :-) Wenn’s das Schicksal diesmal gut mit uns meint, werden wir es schon schaffen. Aaah … und Puzzle … der mit dem Edding die Tage war gut ;-) Ich könnte da wohl inzwischen einige Zeilen aus einigen Texten streichen, oder einfach sagen es ist Vergangenheit und das ist gut so.

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  2. Das sieht bestimmt auch viel besser aus :-)dabei hatte ich eben beim DocHH geschrieben, du spukst – aber dazu muß man den Kopf ja nicht unbedingt unterm Arm tragen. ^^

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  3. Klar … gesenkte Häupter haben immer sowas schrecklich deprimiertes … und unterm Arm tragen wäre derzeit auch nicht so bequem. Da hat mich doch die Tage tatsächlich so ein Wespentier gestochen und es tut heut noch weh :-( Wusste gar nicht, dass die kleinen Biester so einen Schaden anrichten können.

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  4. Ja, Wespen sind echt ätzend. So ziemlich das einzige Tier was mich im Sommer dazu bringt, das Feld zu räumen. Nicht nur, weil die fies stechen, sondern weil die so bescheuert fliegen, dass man nie weiss, wo die eigentlich hinwollen.

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  5. Das kommt sicherlich auch auf die Stelle an, wo sie einen stechen – unter dem Arm ist bestimmt fieser als oben drauf. Meine Wespenstiche hatte ich, soweit ich mich erinnern kann, auch immer am Arm oder Oberschenkel, wo sie sich in Ärmel und Shorts verirrt haben, aber meist seitlich, und da scheint mir die Haut ein bißchen weniger zart zu sein. Viel bewegen, damit das Gift schneller an der Stelle abgebaut wird, auch wenn’s unangenehm ist.

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  6. Genau – viel Bewegung und, auch wenn es sich doof liest, mit einem Waschlappen, der in möglichst heißem Wasser war (aber bitte keine Brandblasen produzieren, sonst war es zu heiß) die Stichstelle bedecken. Das tut dann erstmal ordentlich weh, das Gift verteilt sich dann aber auf eine größere Fläche und kann dann einfacher vom Körper bekämpft werden. Also NIE kühlen!Ansonsten – ich wünsche Dir auch alles Gute für den Segelturn! Wohin Dich das Lebensmeer auch schaukeln wird, der Wind soll stehts die richtige Richtung angeben.Alles Gute!

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  7. mit dem Hinterbein hinterm Ohr kratzen geht ja vielleicht noch, aber was ausgerechnet Rüden sonst noch für Verrenkungen machen – da wirst du echt sozial auffällig^^

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  8. Wird das hier jetzt auch noch ferkelig? Tzzz…@ Rocky: Das fiese Miststück war zuerst an meiner Nase, bevor es von einem edlen Ritter dezent verscheucht wurde. Fatalerweise hat es sich aber dann in mein Hemdchen verirrt und dann ca. 5 cm unter meiner Achselhöhle erbarmungslos zugestochen! Hab an dem Nachmittag weder Parfum noch sonst etwas getragen, was solche Stecher normalerweise anlockt und hab mir natürlich sofort ’nen Eiswürfel besorgt um zu kühlen. Heißer Waschlappen? Hmm … das hab ich in der Tat noch nie gehört. Wäre aber in dem Moment auch schwierig geworden, weil wir grad im Eiscafé saßen. Wie auch immer … inzwischen ist es überstanden und ich kann meinen Arm wieder ohne Probleme heben.@ Tina: Bellen wäre ja fast noch die harmloseste Variante. Stell dir vor, du würdest auch noch an jeder Ecke dein Bein heben… :-D

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