Nichts als Tränen


 

Die Träne ist eine salzige Körperflüssigkeit, die die Tränendrüsen von Menschen und Säugetieren ständig absondern. Sie dient der Reinigung des Bindehautsacks und der Befeuchtung und Ernährung der Hornhaut. Außerdem verbessert sie die optischen Eigenschaften der Hornhautoberfläche, indem sie die physiologischen Unregelmäßigkeiten durch Niveauunterschiede ausgleicht. Das Tränensekret besteht aus drei Schichten: Die innerste Schicht liegt der Hornhaut auf und enthält Muzin und Glykoproteine, die die Verteilung auf der Hornhaut begünstigen. Die mittlere, stärkste Schicht ist eine klare wässrige Flüssigkeit, die eigentliche Tränenflüssigkeit. Die äußerste Schicht ist von ölartiger Beschaffenheit. […]

Quelle: Wikipedia

Wieviele Tränen passen in einen Tag? Viele. Viel zu viele. Tränen der Sehnsucht – morgens am Fenster mit Norah Jones im Ohr (Dank an Puzzle). Tränen der Erinnerung an vergangene Zeiten – vis-à-vis beim Frühstück. Tränen der Verzweiflung – mittags allein in der Badewanne. Tränen der Liebe – nachmittags zwischen Espresso und dem Blick in seine Augen, die mich immer wieder entwaffnen und ohnmächtig machen. Tränen des Schmerzes – zwischen Cannelloni, Tiefkühlpizza und dem Gefühl nicht verstanden zu werden. Tränen des Glücks – im Moment der höchsten Freude, wenn zwei Körper sich zu einem einzigen vereinen. P.S. Ich liebe dich am Abend. Ein Film, bei dem ich normalerweise Rotz und Wasser heulen würde. Gestern nicht – ich hatte keine Tränen mehr. Ausgeheult.

War ich schon immer so eine Heulsuse? Mitnichten. Ich habe mir viele Tränen verkniffen. Aus Stolz, um meine wahren Gefühle zu verbergen und meine Verletzbarkeit nicht zu zeigen. Nicht im Moment geweint, sondern später, wenn ich mit mir allein war. Heute lasse ich sie raus – ungehemmt, ungebremst. Ein Zeichen von Schwäche? Oder vielmehr von der Stärke Gefühle zuzulassen und auszuleben?

Tränen – warum sie wichtig und hilfreich sind

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4 Kommentare

    1. Ach weißt du … dessen bin ich mir in dem Moment gar nicht bewusst – aber vielleicht verdränge ich es auch nur.

      Wirklich bewusst wird es mir erst, wenn ich danach in den Spiegel schaue. Da gehen die Empfindungen von fürchterlich und grauenhaft bis Emotion pur und geht ja eigentlich noch ;-)

      Letztendlich hilft dann nur viel kaltes Wasser, Eyeliner nachziehen und weiter gehts ^^

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    1. Nicht wirklich – zumindest nicht immer. Aber wir wissen ja meist schon vorher, dass es nicht immer leicht sein wird, oder leicht bleiben wird – vor allem, wenn irgendwann der Alltag einkehrt, die Hormone nicht mehr so hochkochen, oder sich gewisse Blickwinkel verändern.

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