Allein ²

Foto: lensfodder auf http://www.flickr.com

 

Nee, ich brauche keinen Wilson – ich bin ja auch auf keiner einsamen Insel, sondern grad nur allein zuhause. Auch wenn das inzwischen schon nicht mehr ganz stimmt. Den Gedanken hatte ich gestern – endlich durchatmen – angefangen zu schreiben habe ich heute Morgen, als die beste Tochter noch schlief, zwischendurch wieder allein, aber 1000 Dinge im Kopf, die wieder vom Schreiben abgelenkt und abgehalten haben und nun eben zumindest allein auf dem Sofa – mittlerweile schon 12 Stunden später. Endlich. Nach etlichen Tagen zwischen einem hustenden und schniefenden Teenager, partiell anwesender Halberwachsener und mehr oder minder schlafenden Mann – bloß keinen Lärm machen. Zwischen zerbrochener Lampe und kaputten Fieberthermometer – ohne Hustensaft, ausreichenden Tempotaschentüchern und fehlendem Toilettenpapier. Am Herd, am Krankenbett, schnell im Supermarkt und zwischendurch heimlich rauchend auf dem Klo. Bis gestern Abend eben. Die kränkelnde Besuchstochter wieder glücklich zuhause abgeliefert, ein Heimweg, der Dank Zwischenstop im Mediamarkt doppelt so lang wie üblich dauerte, weil Männer dort ja immer Stunden brauchen und dann endlich mal wieder allein.

Mein Sofa nur für mich. Fernsehen was ich mag, oder eben die Glotze mal wieder ganz aus. Essen, trinken ohne zu fragen „Magst du auch was? Brauchst du noch was? oder Soll ich dir was holen?“ Wann ich will und wie ich will.

Später am Abend habe ich Cast Away geschaut. Tom Hanks der als Chuk in seiner Verzweiflung allein zu sein den Volleyball bemalt und sich fortan mit Wilson unterhält und ich auf der anderen Seite – froh grad mal allein zu sein und niemanden um mich herum zu haben. Bin ich egoistisch? Ich glaube nicht. Ich kann verzichten und ich kann bemuttern – oft bemuttere ich auch gern. Aber manchmal bin ich lieber allein. Nur für mich.

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4 Kommentare

    1. Auf jeden Fall! War halt ein bisschen viel die letzten Tage ;-) Und wenn dann noch gekränkelt wird und das Wetter besch***** ist… nicht, dass es mir zu viel wird, aber ich genieße dann auch sehr die Ruhe um mich herum.

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    1. Immerhin ;-) Dafür gab’s heute ’ne Suppe wie in der Waschküche, Dauerregen und spiegelglatte Fußwege. Bin heute gefühlte 100 Mal auf die Nase gefallen, hatte dauerkalte Füße und spiegelglatte Parkplätze haben uns heute fast verzweifeln lassen. (Ja, jaaa … die hat auch IMMER was zu meckern ;-))

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