23 oder 42

Wir erinnern uns – es war eine der 100 Fragen dieses Stöckchens das ich irgendwo aufgeschnappt hatte und ich musste eben glatt nochmal nachschauen, was ich darauf geantwortet hatte. Meine Antwort bestand aus gerade mal 2 Buchstaben – man könnte auch sagen hessisches Fragewort mit 2 Buchstaben, weil ich mit dieser Frage rein gar nix anfangen konnte.

Puzzle offensichtlich auch nicht – aber immerhin wurde sie durch eine Antwort in einem anderen Beitrag dazu inspiriert aus dieser suspekten Frage gleich ein neues Stöckchen zu kreieren. Auch eine Idee mit merkwürdigen Fragen umzugehen und kreativer als mein lapidares Hä??? allemal. Da ich selbst weder Web-Seitensuche noch Browser-Verlauf speichere und auch keine Fußballspieler mit den passenden Rückennummern (oder heißt das Trikotnummern?) kenne, bleibt nur die momentane Lektüre.

 

 

1983

Diesmal waren zwei Männer die Opfer: Uwe Jens Rausch und Horst Meyer, deutsche Staatsangehörige, beide vierundzwanzig Jahre alt. Ihre Leichen wurden am 10. September in einem VW-Bus mit deutschem Kennzeichen gefunden, der auf einem grasbewachsen Platz unweit der Umfriedungsmauer einer Villa in Galluzzo geparkt war, einer Ortschaft südwestlich von Florenz. Rusch, der lange blonde Haare hatte, lag auf dem Rücken hinten links im Wagen, den Kopf an das Blech gelehnt, die Beine zur Mitte hin ausgestreckt und nur mit einem Slip bekleidet. Horst lag bäuchlings im linken vorderen Wagenteil, teilweise mit einem Schlafsack zugedeckt. Sein Kopf blickte in Richtung Fahrerkabine, und die Beine ragten ins Wageninnere.

Auszug Seite 42 ~ Das Monster von Florenz – Anatomie einer Ermittlung von Michele Giuttari, Bastei Lübbe

 

Anmerkung: Die beiden homosexuellen Deutschen wurden vermutlich nur ermordet, weil einer der beiden lange Haare hatte und vom Täter versehentlich für eine Frau gehalten wurde. Das nennt man wohl Ironie des Schicksals!? Alles in allem eine ziemlich morbide Lektüre – Zeit, endlich mal damit fertig zu werden ;-)

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4 Kommentare

  1. Was wäre besser: das Buch jetzt fertigzulesen, wo du mittendrin bist, oder es mal mit in den Urlaub zu nehmen? muahaha… gruseliges Stöckchen. Bei dir liegen die Leichen, beim mir die Datenberge, vor denen empfindlichen Naturellen schaudert – da bekommen sogar Fußballertrikots auf einmal direkt etwas Charme.

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    1. Genau – am besten nach Italien. Ich wollte ja schon immer mal in die Toscana – und mit einer Lektüre in der die geografische Nähe eine nicht unerhebliche Rolle spielt, macht das bestimmt doppelt Freude ^^

      Fußballertrikots können – am richtigen Körper getragen – ja sowas von charmant wirken und wer Angst vor Datenbergen hat sollte sich vielleicht besser zuhause einschließen und die Welt draußen lassen ;-)

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    2. Ist das nicht gerade das Problem? also, nicht die richtigen Körper, sondern das Datenberge produzieren von zuhause aus? ich meine, die machen doch wir selbst, und wir entscheiden bis zu einem gewissen Grade auch mit, was andere sammeln können. Ich hab gerade gestern – aus gegebenem Anlass – nach langer Zeit mal wieder überprüft, was man über mich findet. Und obwohl ich Facebookerin (huch!) bin und ja nicht gerade selten am PC sitze, ist das erfreulich wenig.
      Wer Angst hat, sollte sich weniger vor den Webseiten fürchten, bei denen er die Sicherheitseinstellungen immerhin in der Hand hat, wenn er lesen kann, als vor den lieben Web-Bekannten, die sie mit Namen und Daten in Kommentaren verraten auf Seiten, die für Suchmaschinen offen sind. Zum Beispiel die eigene, wegen der Neugier auf fremde besucher. Ist das nicht paradox? :D

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    3. Sicher machen wir die selbst und wenn ich vom Einschließen zuhause sprach, dann meinte ich natürlich OHNE Internetanschluss. Wir haben ja auch keine Angst – oder habe ich da was missverstanden? Wir entscheiden selbst, was wir über uns preisgeben und wenn wir das Gefühl haben, unsere lieben Besucher würde zuviel aus dem Nähkasten plaudern, können wir auch noch die Bremse ziehen und den Riegel vorschieben.

      Ab und an schaue ich auch mal nach, was sich im Netz über mich finden lässt und obwohl ich – ebenso wie du (doppel-huch) – auch bei Facebook bin und mich schon sonstwo rumgetrieben habe, finde ich erstaunlich wenig. Da kann man über jene, die ihren Telefonanschluß beim großen T haben, wesentlich mehr herausfinden :-D

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