Mangiare

Fettuccine al tonno (Tipo die casa)

 

Für alle die jetzt grad denken, dass ich wohl völlig bekloppt bin, weil ich mein Essen fotografiere: Ja – bin ich wohl auch. Manchmal ist es aber auch eine reine Bewältigungsstrategie.

Musste vorhin beim Kochen daran denken wie oft M.’s Vater eben dieses Wort gerufen hatte, wenn das Essen fertig war: „Mangiareee!“

Wie schön es war, wenn alle am Tisch zusammenkamen. Die Eltern, unsere Kinder und wir. Wie wir zusammen gegessen, getrunken, geredet, diskutiert und gelacht haben. Wie die Rotweinflasche noch die Runde machte, während das Essen schon längst abgeräumt war, Mama schon wieder in der Küche verschwunden war um den Espresso zu kochen und unsere Mädels sich längst verkrümelt hatten, weil sie wichtigeres zu tun hatten. Wie wir oft Stunden gemeinsam an diesem Tisch verbracht haben und ich mich einfach nur zuhause gefühlt habe – als Kind von Eltern, die nicht meine wirklichen Eltern sind.

Dass ich nicht in der Vergangenheit leben soll(te) ist mir schon bewusst. Aber in schönen Erinnerungen zu schwelgen – manchmal auch mit einer gewissen Wehmut – wird wohl noch erlaubt sein. Salute!

P.S. Warum mir das Tag-Klugscheißerchen ausgerechnet bei diesem Artikel Wars and conflicts und World War I vorschlägt, ist mir völlig schleierhaft.

Advertisements

16 Kommentare

  1. Das sieht gut aus – also fotografiere dein Essen ruhig weiterhin. Außerdem bist du nicht die einzige Person in unserem gemeinsamen Web-Bekanntenkreis, die das tut, ich habe das auch schon einmal mit Pilzen getan und das zweiteselbst ist, wenn ich mich richtig erinnere,sogar Mehrfachtäter.
    Solche nichtfamiliären Familiengefühle sind doch auch schön.

    Gefällt mir

    1. Eigentlich ist es ja mehr Kathas Abteilung lecker Essen zu knipsen und bei einem nicht näher benannten Social Network zu posten – ich fotografiere ja sonst eher Espressotassen mit oder ohne Inhalt ^^

      Natürlich erinnere ich mich an deine Fotosession samt Riesen-Bovisten. Die meintest du doch? Bei dem Herren mit der multiplen Persönlichkeit bin ich allerdings noch nicht bewusst über Essbares gestolpert – oder doch … einmal schon. War aber eher outdoor und nicht liebevoll selbst angerichtet ;-)

      Erinnerungen in diesem Kontext sind schön – alles andere hat sich relativiert.

      Gefällt mir

    2. Hehe – existentialistisch ist gut ^^

      Ich war gestern Abend schon fast versucht auch noch das Eis zu verbloggen…

      Rhett (mit schmachtendem Blick): „Scarlett!“
      Scarlett: „Oh Rhett…“

      *schmelz*

      Jaaa – werd endlich weich! Ich WILL essen :-D

      Gefällt mir

    3. Wer? Du? Ich? SIE???

      Ich zerleg mal kurz: So, oder so ähnlich, weil man sich nicht direkt bei mir geklagt – ist manchmal mehr so ein halb-stummes Suggerieren.

      Die drei Fragezeichen bezogen sich auf dein naja … nachher ist es wieder zuviel – da konnte ich nicht mehr folgen.

      Und jetzt du…

      Gefällt mir

    4. Ist auch nicht nötig. Gut nur, dass WIR so belastbar scheinen!?!

      Aber gut jetzt – sonst würde es wieder in eine Endlosschleife ausarten und ich müsste noch eine Tür zusperren ;-)

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s