Glaube, Liebe, Hoffnung

Gestern ~ Gegen Abend auf dem Burgberg

 

Yesterday,
All my troubles seemed so far away,
Now it looks as though they’re here to stay,
Oh, I believe in yesterday.

[…]

Yesterday,
Love was such an easy game to play,
Now I need a place to hide away,
Oh, I believe in yesterday.

The Beatles

Advertisements

8 Kommentare

    1. Nein, als leichtes Spiel natürlich nicht – aber mit einer gewissen, schönen Leichtigkeit, mit viel Vertrauen und Respekt. Es gibt gute Zeiten und schlechte Zeiten – keine Frage. Momentan sind es eher schlechte Zeiten und ich stehe hier wie ein kleines Kind. Den Rest kannst du dir denken.

      Gefällt mir

    2. ja. kann ich mir denken.
      die spielerische neugierige Leichtigkeit, verbunden mit dieser unglaublichen Begeisterung für jemanden, den man in leuchtender Aura sieht – die läßt sich leider nicht aufrecht halten, je besser man sich kennenlernt, das scheint unausweichlich zusammenzuhängen, was sicher auch damit zusammenhängt, daß man anfangs alles andere ausblendet. Und dann kommt die Phase, wo man immer mäkeliger wird, weil die Flügel immer seltener wachsen. Ich glaube, man ist auf Euphorie-Entzug. Die Natur ist einfach eine ganz hinterlistige Zauberkünstlerin, die nur an das eine denkt, hm? Und es ist einfach ein qualitativ gefühlter Abstieg, wenn man denkt: er ist immernoch der Beste, aber … , und das heißt bloß, daß die anderen überhauptnicht infrage kommen … ich glaube, manchmal nimmt man das dem Leben dann doch mal ein bißchen übel. Der Grund, weshalb die Märchen immer aufhören, sobald sie sich gekriegt haben. Und diesen doofen Satz „und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende und wenn sie nicht gestorben sind blablabla“ ist eine Gemeinheit an allen kleinen Mädchen. Die Jungs hören an der Stelle doch schon längst nicht mehr zu. Riese tot. Drachen tot. Hurra. Um die schnepfigen Prinzessinnen scheren die sich doch gar nicht. :D

      Gefällt mir

    3. Euphorieentzug – das ist genau das richtige Stichwort. Ist er das Resultat typisch männlichem(?) Rückzugs, macht mich das richtig sauer, wütend, traurig, hilflos – alles zusammen. Wie sollen noch Flügel wachsen können, wenn von einer Seite immerzu gestutzt wird? Versteh mich nicht falsch – ich brauche keinen Mann, der 24 h am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr um mich herum wuselt. Aber ich möchte einen Mann, für den Vertrauen, Respekt und Zuverlässigkeit ebenso wichtig sind wie für mich und der bereit ist es im gleichen Zuge zu bieten, wie er es von mir ganz selbstverständlich hinnimmt und erwartet. Wahrscheinlich bin ich zu anspruchsvoll – oder will und kann in meiner Sturheit immer noch nicht kapieren, dass zwischen den Geschlechtern manchmal immer noch mit zweierlei Maß gemessen wird.

      P.S. Ich war so frei was mizunehmen ;-) Danke dir!

      Gefällt mir

    4. meine persönliche Theorie ist ja, daß Frauen in der Beziehung die „Arschkarte“ haben, weil sie im Guten wie im Schlechten, aber beinahe immer im Unbewußten, auch in die Mutterrolle gedrängt werden, auch ohne gemeinsame Kinder. Die Jungs kriegen uns so leicht dazu, aber auf einmal schieben sie die Bilder der Mama und der heissen Braut übereinander und wupps, haben wir den Salat und sie wundern sich, warum wir „komisch“ sind, in diesem Rollendilemma. Sind wir fürsorglich lieben sie das, aber fühlen sich bevormundet. Sind wir herausfordernd hassen sie die Schwäche, aber werden heiss … nein, ich weiß keinen Rat. Es bleibt Liebe, aber nicht dieselbe. 30 Jahre, davon 20 zusammen, Anette. Was glaubst du? aber ich habe in der ganzen Zeit keinen getroffen, der auch nur des ersntahften Nachdenkens wert gewesen wäre. Für wen spricht das, oder gegen wen? wähhh .. wir wollen auch manchmal auf den Arm, ne?

      Gefällt mir

    5. Was ich glaube? Zum Einen, dass 20 Jahre in der heutigen(!) Zeit schon eine verdammt lange Zeit sind. Dass es nur Bestand haben kann, wenn man miteinanderer daran arbeitet und nicht gegeneinander – oder wenn ein Part resigniert und sich einfach treiben lässt. Ohne irgendetwas von deinem Mann zu wissen und dich nicht persönlich zu kennen, gehe ich trotzdem rein intuitiv bei dir nicht von Letzterem aus. Zum Anderen, dass sehr wahrscheinlich wieder viel Wahrheit und (erworbene) Weisheit in deinen Worten liegt – wobei ich Letzteres nicht glaube, sondern denke, aber wir wollen ja keine Haare spalten ;-)

      Zur Liebe, die nicht dieselbe bleibt ist mir spontan ein Gedicht von Jörn Pfennig eingefallen, das den bezeichnenden Titel Kein Grund zur Panik trägt…

      Irgendwann wird auch unsere
      anfangs so unsterblich
      scheinende Lüsternheit
      verfliegen.

      Doch warum sollte
      unsere Liebe
      Schaden nehmen
      und unsere Zärtlichkeit
      nicht weiterleben?

      Aus der Hitze
      wird Wärme werden
      und wenn uns das
      nicht erschreckt
      wird die Kälte
      keine Chance haben.

      Für oder gegen wen dein nicht ernsthaft über einen Anderen nachdenken spricht? Natürlich FÜR euch Beide. Für deinen Mann, weil er – trotz aller vermeintlichen Widrigkeiten – immer noch der Beste für dich ist und für dich, weil du ihn liebst und zu ihm stehst egal was kommt. Vielleicht liege ich jetzt auch völlig daneben, aber rein intuitiv glaube ich das nicht.

      Sicher wollen wir auch manchmal auf den Arm – aber nicht nur, weil es vermeintlich Bestätigung verschafft, sondern weil es einfach nur gut tut.

      Gefällt mir

    6. Du hast vollkommen recht, vor allem im Zusammenhang mit dem Gedicht. Andererseits ist genau das der Punkt, an dem viele Beziehungen sich selbst in die Luft jagen, wenn sie demn Rückgang an dieser gewissen unbemühten Extra-Lust als Liebesentzug interpretieren und das beleidigte Selbstbewußtsein jemanden sucht, bei dem es wieder genauso spannend ist. Erst wenn der Sprengsatz gezündet wurde, und das Ganze sich nicht hat verbergen lassen, fällt ihnen der Klassiker ein „Das habe ich nicht gewollt“. Diese Erfahrung schon mal gemacht zu haben, reicht bei einigen nicht, bei ist anderen einmal genug. – Weil es gut tut, ja.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s