Freude


 

Freude ist unsäglich mehr als Glück,
Glück bricht über die Menschen herein, Glück ist Schicksal –
Freude bringen sie in sich zum Blühen,
Freude ist einfach eine gute Jahreszeit über dem Herzen;
Freude ist das Äußerste, was die Menschen in ihrer Macht haben.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

 

Freude ist, wenn es draußen so warm ist, dass man zum ersten Mal in diesem Jahr die nackten Beine in die Sonne halten kann, es zur Feier des Tages eine Kugel Schokoladen-Eis zum Espresso gibt und man in Ruhe in einem Buch lesen kann, während sich ein paar Tische weiter gestresste Eltern mit ihren Kleinkindern abmühen.

Freude ist, sich am Abend den Bauch mit gegrilltem Lachs und Salat vollzuschlagen und den Rest des Vino Nobile di Montepulciano zu vernichten, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, weil der Wein eigentlich viel zu teuer war.

(Vor-)Freude ist, sich auf den Anruf eines lieben Menschen zu Freuen, auch wenn man gerade lieber mit einem ganz anderen Menschen reden möchte.

Auch wenn meine Freude nach einem kurzen (Augen-)Blick, der mich wieder völlig aus der Bahn geworfen hat, gerade irgendwie lasch und aufgesetzt wirkt – ich arbeite daran.

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