Gegensätze


 

Völlig regungslos saß dieses kleine Insekt gestern auf meinem Fensterrahmen in der Sonne. Nachdem es sich nach einer halben Ewigkeit immer noch nicht gerührt hatte, war ich schon fast versucht es anzustupsen, um ausgebreitete Flügelchen zu sehen – habe es aber dann doch gelassen.

Mein Wochenende war alles andere als regungslos, sondern eher betriebsam. Gefühlter Stand-by-Modus im Hotel Mama – zwischen Einkaufen, Fahrdienst, Catering, Wäsche waschen und Gedanken machen über die bevorstehende Abreise. Nach zwei Wochen Ferienjob im Nachbarland hatte ich eigentlich die stille Hoffnung ein bisschen Zeit allein mit meiner Süßen verbringen zu können, aber bei nur 2 Tagen, die auch noch vollgestopft waren mit Verpflichtungen, war das eher ein frommer Wunsch – und wenn sich zwei Liebende auch noch ausgiebig verabschieden müssen, hat man als Mama eh geloost ;-)

Heute Morgen hatte ich sie immerhin noch ganze eineinhalb Stunden an meiner Seite – im Auto, auf dem Weg zur Raststätte. Auf dem Weg zum Bus, der die Mädels gerade nach Spanien transportiert. Wieder hieß es Abschied nehmen, wieder heißt es hoffen, dass alles gut geht und sie heil zurück kommt. Ich habe nicht gewartet, bis der Bus losfuhr – Menschen, die ich liebe, abreisen zu sehen, fällt mir immer noch schwer.

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14 Kommentare

    1. Nicht verzagen, Puzzle fragen – oder warten, bis sie von selbst eine Antwort bezügl. Insektengattungen liefert ;-)) Aber bist du sicher, dass das ein Blausieb war? Es sah so gar nicht nach einem Schmetterling aus und war ziemlich klein (~ 1,5 cm)

      Mit dem Nudelsieb hast du allerdings mal wieder voll ins Schwarze getroffen ^^ Aaah – man könnte meinen, bei uns gibt’s immer nur Pasta!?! Apropos familienorientiert: die Familie ruft schon wieder. Schönen Tag dir…

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    2. Klein? demnach ein Männchen: die sind nur halbe Portionen bei den Blausieben :-)
      es ist eben kein Tagfalter, wir alle haben bei „Schmetterling“ diese „rorschachtestähnlich“ aufgeklappten Falter im Kopf, aber die anderen sind ja viel zahlrleicher. Die englischsprachien sagen dafür zu allem „moth“ / Motte, und das ist genaus unpassend, bloß hier, … ne?

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  1. Motten sind doch bei und eher weiblich – kesse Motten und so. Andererseits: kennst du eigentlich den Ausdruck des Staunens / Entsetzens: „Ach, du kriegst die Motten!“ ? Fiel mir nur so ein,

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    1. Oooh – wurde die Walküre auch von der Muse geküsst? Kesse Motten sind wir alle – egal ob wir gerade etwas umschwirren, oder nicht. Punkt ;-))

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    1. Danke :-) Ob Motte, oder Nicht-Motte… es saß wirklich einfach so da und rührte sich nicht vom Fleck – ich hielt es von weitem zuerst für Dreck, bis ich mal genauer hinsah ;-)

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