Baustellen und andere Unannehmlichkeiten


 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Einzigen, der es hier gerade so richtig gut geht, ist die Katze. So ein Leben hätte ich auch gern – den halben Tag auf dem Sofa rumlümmeln, immer den besten Platz und permanent ein paar Deppen, die ständig den Futternapf auffüllen, sowie für die nötigen Streicheleinheiten sorgen. So gut geht es mir bei weitem nicht!

Schon seit Tagen fühle ich mich alles andere als gut. Das hat zwar den Vorteil, dass ich der außerhäuslichen Arbeit derzeit fern bleiben darf und eigentlich den halben Tag auf dem Sofa verbringen könnte, aber wie bitte ungestört dort abhängen, wenn das Liegemöbel permanent von der Katze belagert wird? Das Tier ist ungeniert, renitent und manchmal lästig wie ’ne ScheißSchmeißfliege – ergo sind jegliche Vertreibungsversuche sinnlos!

Meine Winterreifen haben ihren Dienst für diese Saison immer noch nicht aufgenommen und liegen nach wie vor im Kofferraum. Eigentlich nicht so wild, zumal der Winter noch nicht über uns hereingebrochen ist, aber das bedeutet gleichermaßen, dass der Dicke immer noch nicht beim TÜV war, geschweige denn schon irgendetwas repariert ist. Immerhin sind seit gestern die Ersatzteile vollständig versammelt und für nächste Woche habe ich endlich einen Termin in der Werkstatt. Hatte ja sehr gehofft das Ganze während meines Krankenstandes über die Bühne bringen zu können um weiteren Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen, aber auch KFZ-Mechaniker werden krank und so wird das leider nix.

Erinnert sich noch jemand an das unschöne Loch in meiner Wohnzimmerwand? Ich hatte kürzlich schon darüber berichtet. Bis gestern hatte ich das ungute Gefühl, dass ich mit Pflaster an der Wand womöglich auch noch Weihnachten feiern muss, aber – welch Wunder – gestern rief tatsächlich der Malermeister an und kündigte den Beginn der Bauarbeiten schon für heute an. Hurra. Da unser Mobiliar recht überschaubar ist, war die künftige Baustelle schnell vorbereitet und der Malermeister traf heute Morgen wie versprochen ein und machte sich unverzüglich ans Werk. Nach nur 2 Stunden Arbeit sah mein Wohnzimmer dann so aus…

 

Schöner Wohnen sieht anders aus

 

Auch jetzt – Stunden später – hat sich an diesem Zustand nicht viel verändert, außer dass das Kehrblech und die Lampe samt Malermeister verschwunden sind, die Wand inzwischen grundiert ist, Selbige einen unangenehmen Geruch verströmt und sich die Katze im Bad verschanzt hat. Ich bin mir nicht sicher, ob mir das gerade gefällt. Immerhin geht es morgen Früh weiter, aber die Hoffnung, dass unser Wohnzimmer bis zum Wochenende wieder annähernd bewohnbar sein wird, hat der Malermeister brutal zunichte gemacht – Freitag noch streichen wird gaaanz eng werden!

Eben hat mir eine Freundin bei Facebook vorgeschlagen doch vorübergehend ein paar männliche Geschlechtsteile an die Wand zu pinseln. Auch wenn wir sicher eine Menge Spaß dabei hätten, weiß ich gerade nicht wirklich wie ich das finden soll – schätze, der Malermeister wäre vielleicht nicht sehr amused und ich brauche weder hold errötende ältere Männer in meiner Wohnung, noch ein Ambiente wie auf ’ner Bahnhofstoilette. Also bleibt alles erst einmal wie es ist und ich harre der Dinge die da kommen.

Werde mich jetzt mal um die verstörte Katze kümmern müssen und vor allem um mich selbst, denn eigentlich sollte ich ja krank sein. Auch wenn ich mich nur ungern wiederhole: Es kann ALLES nur noch besser werden ;-)

Advertisements

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s