Einmal werden wir noch wach


 

Eine Vorweihnachtszeit, wie in den vergangenen Jahren – könnte man meinen. Konsumgeile Menschen, verstopfte Supermarkt-Kassen, Verkehrschaos, nervtötende Weihnachtsmusik aus sämtlichen Lautsprechern, seit Anbruch der ersten Adventswoche und all die kleinen Dinge, die mir schon seit Jahren in der Vorweihnachtszeit tierisch auf den nicht vorhandenen Sack gehen – und doch ist in diesem Jahr alles ganz anders.

In den vergangenen Jahren habe ich um diese Zeit die obligatorischen Weihnachtsklassiker gepostet, oder zumindest zum Heiligabend Band Aid’s Do they know it’s chfristmas, aber in diesem Jahr ist mir nicht nach Weihnachtsliedern, nicht mal nach Band Aid und eigentlich gar nicht nach Weihnachten. Schon in den letzten Jahren habe ich keinen Weihnachtsbaum gekauft – ergo wird mir auch in diesem Jahr kein festlich geschmückter Baum fehlen; aber meine Mam, die uns anlächelt und sich freut, dass endlich Weihnachten ist. Was würde ich darum geben, sie noch einmal Lächeln zu sehen, sie noch einmal in den Arm nehmen, oder nur ihre Hand halten zu können und ihr noch einmal zu sagen wie lieb ich sie habe.

Zu viel habe ich verloren in diesem Jahr, das doch eigentlich so hoffnungsvoll begonnen hatte, und zu wenig gewonnen – bestenfalls ein paar Erkenntnisse, aber auch die machen mich nicht gerade glücklich. Nichts wird morgen so sein wie in den vergangenen Jahren und am liebsten würde ich mir noch heute die Decke über den Kopf ziehen und erst wieder wegnehmen, wenn das alles vorbei ist  – wenn das neue Jahr beginnt und man von Neuem hoffen darf, dass es besser wird als jenes das gegangen ist.

Also ihr da draußen: Wenn ihr noch eine Mama habt, oder einen anderen Menschen, den ihr über alles liebt, nehmt sie (oder ihn) ganz fest in die Arme, sagt diesem Menschen, was er euch bedeutet und seid dankbar, dass ihr ihn habt. Ich empfehle mich und sage ganz leise

Frohe Weihnachten!

Advertisements

6 Kommentare

    1. Danke, Claus. Ja… es war schon ein ziemlich hartes Jahr und noch schlimmer geht kaum – so gesehen kann es ja nur besser werden. Außerdem bin ich ja nicht ganz allein und das ist schon mehr, als manch andere von sich sagen können.

      Gefällt mir

    1. Manchmal fragt man sich, was man bloß verbrochen hat, dass es einen immer trifft – das kennst du vielleicht auch. Aber ich darf nicht undankbar sein – wir hatten drei geschenkte Jahre, denn es hätte Ende 2008 schon ganz anders sein können. Ich denke an euch, fühlt euch alle ebenso umarmt und habt schöne Feiertage :-)

      Gefällt mir

    1. Herzlichen Dank auch an dich und dasselbe wünsche ich dir. Das „trotzdem“ kannst du ja außen vor lassen ;-) Ich werd‘ mir alle Mühe geben – also schaun mer mal…

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s