Sehnsucht ⁵


 

Ich bin von dir so ferne
und sehn‘ mich nach dir hin.
Mich hören nur die Sterne,
die stille droben ziehn.
Und was ich dir verhehle,
verborgen kanns nicht sein
für sie, denn in die Seele
schaun sie mir tief hinein.

Dort lesen sie mein Sehnen,
dort klärt ihr lichter Strahl
den Grund für meine Tränen,
den Grund für meine Qual, –
und manchen Wunsch, der gerne
den Lippen möcht entfliehn. –
Mich hören nur die Sterne,
die stille droben ziehn.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

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2 Kommentare

    1. Danke Emil :-) … wenn auch leider etwas unscharf, weil ich die Katze ziemlich ranzoomen musste.

      Ich liebe es, wenn sie dort auf der Fensterbank sitzt und aus dem Fenster schaut – auch wenn ihr Blick mir dann meist sehr sehnsuchtsvoll scheint. Mein erster Gedanke gestern war, was die Katze wohl denken mag und ob Tiere in ähnlicher Weise Sehnsucht empfinden können wie Menschen? Mein Zweiter: Rilke-Gedichte ;-)

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