Tote Hose [reloaded]

oder: Ostern ist auch nicht mehr das, was es mal war.

 

Cartoon: www.gobopictures.de

 

Ich weiß auch nicht, warum ich schon seit Tagen dauernd an Osterfeste aus längst vergangener Zeit denken muss. Denke daran, wie es in meiner Kindheit war, als wir schon Tage vorher losgezogen sind um Moos zu sammeln für unsere Osternester, die dann im Garten aufgebaut wurden. Wie groß die Freude am Ostersonntag war, wenn wir unsere Nester endlich plündern durften, wenn es zur Ostereiersuche zur Verwandschaft ging und nicht eher Ruhe gegeben wurde bis auch das letzte Ei gefunden war. Gedanken an meine Jugend, als das österliche Highlight im Besuch des Osterfeuers am Ostersamstag bestand und an Szenen einer Ehe – als meine Süße noch klein war, alte Bräuche auflebten und Ostern wieder ein Fest der Familie war. Wo Freunde eingeladen wurden (danke S., dass du mich in deiner Mail gestern wieder daran erinnert hast) und man gemeinsam eine schöne Zeit verbracht hat. Denke ganz besonders an das letzte Osterfest, an die Familie, die uns wie selbstverständlich aufgenommen hat, an die vielen Stunden die wir gemeinsam gegessen, geredet und gelacht haben und an die kleine Familie, die wir selbst irgendwie waren. Vergangenheit. Heute ist Ostersonntag. Der Osterhase wurde in diesem Jahr schon zu Mitternacht ausgepackt, meine Süße pennt noch, während ich grad überlege, ob ich endlich mal Frühstück machen sollte. Ich werde dem Wunsch (dir) eine SMS zu schicken und Frohe Ostern zu wünschen widerstehen. Es würde vielleicht nur zynisch klingen im Gedanken an vergangene Zeiten. Familienfest??? Heute nicht mehr wirklich!

Ostern 2009

 

Damals wie heute – nur mit dem Unterschied, dass in diesem Jahr kein Osterhase ausgepackt wurde und von der Familie immer weniger übrig bleibt.

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6 Kommentare

    1. Also hat der Schein nicht getrügt und dir geht es auch nicht so ganz prickelnd!? Hm… so würde ich zumindest so lala interpretieren. Falls du noch ein Ohr brauchst, oder ein Ventil… du weißt ja… :-)

      Für mich ist das auch gerade keine so ganz gute Zeit und das liegt nicht nur daran, dass meine Mam irgendwie fehlt. Ich muss halt dieser Tage wieder verstärkt daran denken, was vor einem Jahr passiert ist – und das tur mir nicht wirklich gut! Jegliche Art von Verdrängungsstrategien funktionieren im Moment auch nicht so ganz. Es ist manchmal, als würde einen eine „innere Stimme“ immer wieder ermahnen daran zu denken. Verstehst du, was ich meine?

      Erschwerend kommt noch hinzu, dass mir gestern mal wieder das Auto nicht angesprungen ist und ich abgeschleppt werden musste – sprich: Auto in der Werkstatt und ich sitze hier irgendwie fest. Hatte mir den gestrigen Tag auch anders vorgestellt – wollte eigentlich noch zum Friedhof und zu meiner Schwester – und es macht mich schier „wahnsinnig“, wenn meine Pläne auf solche Art durchkreuzt werden. Ich merke, dass es mir immer noch schwer fällt Dinge zu akzeptieren, die ich, und auch Andere, nicht ändern können. Nun ja… so bin ich eben.

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