Retrospektive ²

Oder: Kleine Glücksmomente des vergangenen Jahres

Nur noch wenige Stunden und dann ist das Jahr 2014 (endlich) Geschichte. Gebloggt habe ich in diesem Jahr nicht viel – im Gegensatz zu den Jahren davor – und zu lachen gab es auch nicht wirklich viel, denn wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, ging es mir viele Wochen lang gar nicht gut! Aber trotz der ganzen Unpässlichkeiten, der kleineren und größeren Katastrophen und der Zeiten der Ungewissheit (in vielerlei Hinsicht), gab es doch ein paar kleine Glücksmomente, die ich nun am letzten Tag des Jahres noch einmal Revue passieren lassen möchte, weil ich keinen einzigen dieser Momente je vergessen will und werde.

 

Januar

Spätestens nach Neujahr wird das Thema Kalender meist brandaktuell. Habe ich einen Kalender? Brauche ich in Zeiten von Handys und PC einen Kalender? Will ich überhaupt einen Kalender? Es gibt ja unzählige Datumsanzeiger in allen möglichen Variationen – große, kleine, dicke, dünne, schöne, hässliche, Wandkalender, Tischkalender, Taschenkalender und dergleichen mehr. Man bekommt sie an jeder Ecke und zum Jahresende auch oft gratis in der Apotheke, oder beim Lebensmittelhändler seines Vertrauens. Da ich trotz der modernen Technik manchmal doch noch etwas altmodisch bin, habe ich auch immer gern einen Kalender in der Tasche, um auch weiterhin Termine und andere Dinge handschriftlich notieren zu können. Mittlerweile gibt es ja Terminkalender, die man in jedem neuen Jahr aktualisieren und neu befüllen kann, in jedem Discounter und in gut sortierten Schreibwarenfachgeschäften sowieso – aber mein größter Wunsch war schon seit vielen Jahren, zumindest einmal im Leben einen echten Filofax zu besitzen. Diesen Wunsch haben mir meine Nachbarn nun im Januar erfüllt und ich freue mich auch nach fast einem Jahr immer noch jeden Tag aufs Neue, wenn ich meinen Filofax zur Hand nehme. Danke, liebe Nachbarn, ihr habt mich damit echt glücklich gemacht :-)

 

 

Februar

Glücksmomente? Hm – eher null!

 

März

Auch in diesem Monat hielten sich die Glücksmomente eher in Grenzen. Mein größtes Glück war es, dass mich meine Lieblings-Homöopathin auf einen sehr guten Weg gebracht hat und es mir von da an Stück für Stück endlich besser ging. Dafür kann ich mich gar nicht genug bedanken und möchte es deswegen auch nicht unerwähnt lassen.

 

 

April

Schon wieder Ostern und ich hatte schon die leise Befürchtung, diese Feiertage, die für mich ja immer so erinnerungsschwanger sind, ganz allein verbringen zu müssen. Last minute kam aber dann erfreulicherweise eine Einladung vom Nachbarn zum gemeinsamen Osteressen. Wir hatten ein tolles Diner und einen entsprechend schönen Abend – inklusive Osterhasen ;-)

 

Foto: Nachbar

 

Mai

Wie bereits an anderer Stelle beiläufig erwähnt, habe ich es in diesem Monat endlich getan – ich habe mir das längst verwaiste Ex-Kinderzimmer meiner Tochter endgültig angeeignet und seit dem, nach vielen Jahren des Verzichts und den damit verbundenen Unannehmlichkeiten, endlich wieder ein eigenes Schlafzimmer! Da musste natürlich auch mal was Neues her – und wenn es nur eine Lampe ist. Ihr glaubt nicht, wie man sich über so ein Lämpchen so nachhaltig freuen kann. Vielleicht, weil es fast schon eine kleine Sensation ist, wenn man nach vielen Jahren wieder eine Nachttischlampe anknipsen kann ;-)

 

 

Juli

Wir sind Weltmeister! Jaaa – WIR sind W-E-L-T-M-E-I-S-T-E-R! ;-D Aber davor gab es ja doch auch Zeiten gewisser Anspannung. Beim Spiel gegen Brasilien habe ich fast hyperventiliert und beim Endspiel ebenso – bei Letzterem allerdings nicht aus purer Freude. Und wem nun an dieser Stelle auffällt, dass ich den Juni ausgelassen habe, für den gibt es postwendend eine kleine Rückblende – denn da fing das ganze Theater ja schon an.

 

21. Juni 2014 – Deutschland gegen Ghana

 

August

Mein Handy war nun wild entschlossen, mich endgültig zu verlassen und seine treuen Dienste einzustellen. Ohne Handy bin ich nunmal ein halber Mensch und so musste umgehend ein adäquater Ersatz gefunden werden. In der Vergangenheit hatte ich oft genug lautstark die Klappe aufgerissen und mich als totale Smartphoneverweigerin geoutet – allein schon, weil mir dauerdaddelnde Jugendliche und nicht mehr ganz Jugendliche mächtig auf den Keks gehen. Dank meiner störrischen und renitenten Tochter muss ich seit diesem Monat ganz kleine Brötchen backen, denn sie beglückte mich mit einem Schätzchen, dass ich schon wenige Tage später nicht mehr missen wollte ;-)

 

 

September

Wenn ich koche – also so richtig in der Küche am Herd – brauche ich Musik und wenn ich mit ganz besonderen Menschen koche, brauchen wir ganz spezielle Musik. Koche ich mit meiner Tochter, muss es Bronski Beat sein. Blöd nur, wenn man die CD einlegen will, unerwartet mit einer gähnend leeren Hülle konfrontiert wird, die halbe Wohnung auf den Kopf stellt, aber die CD trotzdem verschwunden bleibt. So geschehen in diesem Jahr. Was ein herber Verlust, denn wie soll man künftge Mutter-Tochter-Kochsessions ohne Bronski Beat überstehen!? Das dachte sich wohl auch meine Süße, denn eines schönen Septembertages bekam ich ganz unerwartet ein Päckchen ^^

 

 

Der Oktober und dito der November waren leider nicht gespickt mit schönen Momenten, die sich hätten tief in mein Gedächtnis eingraben können – deswegen werde ich sie kurzerhand überspringen und direkt zum finalen Schlag ausholen.

Dezember

Dieser Monat ist ja für viele Menschen der stressigste des Jahres. Weihnachten steht vor der Tür, es gibt einiges zu überlegen und zu planen und ehrlich gesagt freue ich mich schon in jedem Jahr am Monatsanfang auf den Tag, an dem der ganze Trubel vorbei ist. Das war in diesem Jahr nicht anders, bis ich ein paar wichtige Entscheidungen getroffen habe. Erstens, mich einmal wieder selbst zu beschenken und den langgehegten Traum von einer ordentlichen Espressomaschine endlich Wirklichkeit werden zu lassen, und zweitens KEINEN Stress an Heiligabend. Gesagt, getan. Mein Weihnachtsmann kam ich Form eines Hermes-Boten schon am 23. und ich hätte ihn knutschen können vor Freude – das, was nun in meiner Küche steht, wird mir nun hoffentlich auf viele Jahre Freude bereiten und sicher auch den ein oder anderen Gast nicht kalt lassen ;-)

 

 

Der heilige Abend war zwar nicht völlig frei von Stress, weil ich mir mit dem geplanten Menü eine Menge Arbeit aufgehalst hatte, aber trotzdem mitnichten mit der schönste Tag des Jahres, denn ich durfte ihn von Anfang bis Ende ausschließlich mit dem wichtigsten Menschen meines Lebens verbringen. Ihr ahnt es sicher schon – meine Tochter, wer auch sonst!? Mein erstes selbst gebackenes Brot wird zwar als grottigstes Ciabatta aller Zeiten in die Geschichte eingehen, aber wir hatten so viel Spaß wie schon lang nicht mehr und dafür danke ich meiner Süßen von ganzem Herzen. Ebenso für die Erkenntnis, dass – egal wie beschissen manchmal alles läuft – letztendlich doch meistens alles gut wird.

 
Heiligabend-Menu
 

Habt ihr bis hierher tapfer durchgehalten? Chapeau! Ihr seid auch gleich erlöst, denn ich komme nun zum Ende und werde mich gleich seelisch und moralisch auf den Jahreswechsel vorbereiten – der Silvesterblues wird früher oder später eh kommen. Aber ich möchte nicht enden, ohne noch einmal den Menschen Danke zu sagen, die mich in den üblen Zeiten dieses Jahres so tatkräftig unterstützt haben – auch wenn es nicht alle Betroffenen hier lesen werden – und euch allen einen guten Rutsch und alles erdenklich gute für das kommende Jahr zu wünschen. Auf ein Neues!

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